Pfadifinder-Lexikon

A

Akela Der alte, weise Wolf und Rudelanführer aus dem Dschungelbuch. Früher hatten auch die Leiter der Wölflingsmeute einen Namen wie Bagheera, Baloo oder eben Akela, welches der Name für den erfahrensten Leiter war. Auch auf Bezirks- und Diözesan- (früher Landes-)ebene hießen die heutigen Referenten "Akela". Aktuell Name der verbandsinternen DPSG-Zeitung in der Diözese Hildesheim. Erscheint zwei- bis dreimal im Jahr. Neuerdings auch mit "@ktuell" bezeichnet. AKüFi Auch bei uns wird (manchmal leider) vieles abgekürzt. Neueinsteiger haben dann oft ein Problem mit den Abkürzungen, die den "alten Hasen" in Fleisch und Blut übergegangen sind. In Extremfällen führt dies zum "AKüFi" - dem Abkürzungsfimmel. Altersstufe Die Kinder bzw. Jugendlichen in unserem Verband sind in vier Gruppen eingeteilt: Wölflinge, Jungpfadfinder, Pfadfinder und Rover. Da jeder Gruppe ein bestimmter Altersspielraum (ca. 3 Jahre) zugeordnet ist, werden die Gruppen auch Altersstufen, meistens aber nur Stufen genannt. Aufnahme Nach ca. sechs Wochen Probezeit zum Eingewöhnen wird der Neuling in der Ratsversammlung den Wölfen vorgestellt. Diese stimmen darüber ab, ob ein Kind aufgenommen wird oder nicht. Mit der Aufnahme ist es jetzt Mitglied des Stammes und bekommt das Halstuch umgelegt. Nach der Aufnahme darf auch die Kluft - allerdings noch ohne Wolfskopf - getragen werden.  

B

Baden-Powell Eigentlich hieß der Gründer der Pfadfinderbewegung mit vollständigem Namen "Sir Robert Stephenson Smyth Baden-Powell Lord of Gilwell". Aber so nennt ihn - weder damals noch heute - keiner. Die meisten kürzen ab: BiPi ist viel einprägsamer. Gelebt hat BiPi vom 22.02.1857 bis zum 08.01.1941. Sein Gedenkstein steht in der Westminster Abbey - zwischen Wiliam Shakespare, Charles Dickens, Isaak Newton u.a. Das erste Pfadfinderlager (15.07. - 09.08.1907) veranstaltete BiPi auf Brownsea-Island in der Nähe der englischen Stadt Poole. Das erste Weltpfadfindertreffen ("Jamboree") fand 1920 in London statt. Schon damals nahmen 8000 Pfadfinder aus 27 Nationen teil - nur 13 Jahre nach dem ersten Pfadfinderlager überhaupt! Heute gibt es etwa 34 Millionen aktive Pfadfinder in 151 Ländern dieser Erde! Bagheera Der schwarze Panther aus dem Dschungelbuch ist ein Freund von Mogli. Baloo Der gutmütige Bär ist der Lehrer von Mogli. Ebenfalls aus dem Dschungelbuch. Desweitern Spitzname für den Diözesanreferenten ÖA. BdKJ Abkürzung für "Bund der deutschen katholischen Jugend". Dachverband der katholischen Jugend in Deutschland, in dem auch die DPSG Mitglied ist. BdP Abkürzung für "Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder e.V.". Dieser interkonfessionelle Pfadfinderbund hat etwa 30.000 Mitglieder. Einer der vier Verbände in Deutschland, die vom Weltpfadfinderverband anerkannt sind. Bezirk Zusammenschluß mehrer Stämme einer Region. Meistens bilden 5 - 15 Stämme einen Bezirk. In der Diözese Hildesheim gibt es 5 Bezirke: Elm (Großraum Braunschweig), Hannover (Großraum Hannover), Harz (Harz, Eichsfeld, Göttingen), Ludwig (Raum Hildesheim - Alfeld) und Nord (Gebiet nördlich von Celle bis an die Nordseeküste). BiPi Einer der Spitznamen von Baden-Powell. Weitere Spitznamen waren "Katankya - Der Mann mit dem breiten Hut", "Larkwei - Der Mann mit dem hoch erhobenen Kopf", "Impeesa - Der Wolf, der nie schläft" und "Sherlock Holmes". BlueBox Zeitung des DPSG-Bundesverbandes für alle Jungpfadfinder. Bolivien Partnerland der DPSG in der Diözese Hildesheim. Unterstützt wird z.Z. der Bau eines Pfadfinderzentrums in La Paz, um Straßenkindern die Möglichkeit zur Ausbildung und zum Essen zu geben.  

C

Christlich Die DPSG bekennt sich zum christlichen (römisch - katholischen) Glauben. Das heißt aber nicht, daß wir nur Christen aufnehmen - Konfessionszugehörigkeiten spielen bei uns keine Rolle.  

D

Diözesanbüro Ort der hilfreichen Geister, Kopierstelle und der pädagogischen Kompetenz. Wenn es mal eine Frage oder ein (fast) unlösbares Problem gibt, dann weiß das Team aus dem Diözesanbüro immer eine Lösung (oder kennt jemanden, der eine Lösung wissen könnte). Diözese Gebiet, das einem Bischof zugeordnet ist (=Bistum). Die Diözese Hildesheim reicht von Cuxhaven bis Hann Münden. Aufgrund der großen Entfernungen artet jede Diözesanveranstaltung zu einer Wiedersehensparty aus. DiözHi Der DiözHi ist mittlerweile zu unserem Diözesanmaskottchen aufgestiegen: Bei jeder Diözesanveranstaltung begrüßt er auf seine Art die Besucher und Teilnehmer. Wie der Name zustande kommt? Nun, wie alles bei den Pfadfindern ist auch das eine Abkürzung: Diözese Hildesheim. DiöWöLaPlaGru 1999 fand ein Diözesanwölflingslager statt. Daher gab es die aus 10 Verrückten bestehende DiöWöLaPlaGru - die DiözesanlflingsLagerPlanungsGruppe. Alles klar? DPSG Abkürzung für "Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg". Sie wurde am 07.10.1929 in Altenberg gegründet. Mit derzeit 110.000 Mitgliedern der größte der vier vom Weltpfadfinderbüro in Deutschland anerkannten Pfadfinderverbände. Ursprünglich als katholischer Verband nur Jungen und Männern zugänglich, ist heute eine Mitgliedschaft für Mädchen und Frauen kein Problem. Ebenso ist die Zugehörigkeit zur katholischen Kirche nicht Bedingung zur Aufnahme in unseren Verband. Unser Zeichen ist die sogenannte  "Kreuzlilie". Im Rahmen der LuSi ist eine modernere Lilie erstellt worden. Dschungelbuch Grundlage für das Arbeiten in der Wölflingsstufe ist das Dschungelbuch von Rudyard Kipling. Die Geschichte von Mogli, der bei den Wölfen aufgewachsen ist, spielt bei Aufnahme in das Rudel oder beim allgemeinen Zusammenleben in der Meute eine große Rolle. Viele der von uns verwandten Begriffe stammen aus dem Dschungelbuch: z.B. Meute, Rudel, Leitwolf, Ratsversammlung, Ratsfelsen. DV Abkürzung für Diözesanverband oder Diözesanversammlung, je nach Zusammenhang.  

E

Ehrenamtlich Alle Leiter und Vorstände unseres Vebandes in Stamm, Bezirk und Diözese arbeiten ohne Entgeld. Hin und wieder bekommen wir Fahrt- oder Telefonkosten erstattet. Ansonsten zahlen auch wir unseren Beitrag an Stamm und Bundesverband sowie in der Regel sogar die Teilnehmergebühr eines Lagers. Pfadfinder ist man also nicht aus finanzieller Sicht (da zahlt man eher noch drauf), sondern aus der Motivation heraus, nach den Leitlinien zu leben und anderen Menschen etwas Gutes zu tun. Und natürlich nicht zuletzt, weil es Spaß macht. Viel Spaß sogar! Entwürfe Zeitung des DPSG-Bundesverbandes für alle Leiter. Erste Hilfe Von BiPi geforderte Grundausbildung eines jeden Pfadfinders. Damit sollte es uns möglich sein, kleinere und größere Verletzungen fernab jeglicher Zivilisation zu behandeln.  

G

Gruppenstunde Sammelbegriff für das wöchentliches Treffen von ca. 90 Minuten Dauer. Jede Stufe hat ihre eigenen Termine, so daß es keine Überschneidungen gibt. Bei den Wölflingen auch Meutenstunde, bei den Jupis und Pfadis Truppstunde genannt.  

H

Hajk Mehrere Tage dauernde Wanderung ohne oder mit bekanntem Ziel nach Karte und Kompaß. Geschlafen wird, wo sich am Abend ein Platz findet: Im Stall, am Flußufer, am See, ... meistens jedenfalls direkt unter freiem Himmel. Wichtigste Hilfsmittel sind Kompaß, Karte, eine Plane, volle Wasserflaschen und etwas zum Essen sowie der Gaskocher für warmes Essen und Getränke. Bei einem Hajk ist man hauptsächlich auf die Hilfsbereitschaft von den Menschen angewiesen, die man unterwegs trifft. So kann es durchaus passieren, daß man im Hotel mit Fernseher, Telefon und Bad übernachten darf, ohne daß der Besitzer irgendeine Gegenleistung verlangt. Halstuch Zu der Kluft gehört ein Halstuch, an dem die Stufenzugehörigkeit erkannt wird. Es gibt offiziell 6 verschiedene Halstücher: Orange für die Wölflinge, Blau für Jupis, Grün für Pfadis, Rot für Rover, Grau für Leiter (allgemein) und "Leberwurstfarben" für Leiter mit abgeschlossener Woodbadge-Ausbildung. Daneben existieren viele verschiedene Halstücher von Aktionen oder eigene Halstücher einiger Stämme. Außerdem gehen immer mehr Leiter dazu über, ihr graues Halstuch mit ihrer Stufenfarbe zu umwickeln, so dass es auch immer mehr orange/graue, blau/graue, grün/graue und rot/graue Halstücher gibt - vorerst allerdings nicht offiziell. Man munkelt aber, dass sich das bald ändern wird... Hilfskornett Vertreter des Kornetts. Hilfsleitwolf Vertreter des Leitwolfes. Hut Nach einigem Hin und Her jetzt wieder offiziell erhältlich: Der Pfadfinderhut. Praktisch gegen Sonne und Regen, zum Schöpfen von Wasser, als Suppenteller zu gebrauchen, einfach zu verformen, schnell trocknend, ohne Naht, aus Filz, ... Wer keinen Pfadi-Hut kennt, der schaue sich das Bild von BiPi an!  

J

Jamboree Großes Treffen von Pfadfindern, meistens auch mit Beteiligung von Pfadfindergruppen aus dem Ausland. Häufig wird der Begriff "Jamboree" als Synonym für ein Weltpfadfindertreffen benutzt. Diese finden etwa alle 4 Jahre statt. Das letzte war 1998/99 in Chile. Desweiteren gibt es aber auch Jamborees in einem Land oder einem Landesteil - ein Beispiel für Deutschland ist das "Ruhr-Jamb". Ich habe 1997 am Jamboree der Scout de France (frz. Pfadfinderverband) in Jambville (bei Paris) teilgenommen. Insgesamt waren dort 25.000 Jungpfadfinder und Gruppenleiter aus 21 Nationen der Erde. Das Bild rechts zeigt den gemeinsamen Gottesdienst während des Jamborees 1997 mit allen 25.000 Teilnehmern. Wer die Chance hat, solche Treffen mitzuerleben, der weiß, warum die Weltpfadfinderbewegung soviele Mitglieder hat. Jungpfadfinder Eine der vier Altersstufen. Jungpfadfinder sind Kinder im Alter von 11 - 14 Jahren. Als Erkennungszeichen tragen sie ein blaues Halstuch und eine blaue Lilie auf der Kluft. Die Kinder sind eingeteilt in Sippen, denen jeweils ein Kornett vorsteht. Jurte Von den Nomaden abgeschauter Zelttyp, der nur in Deutschland verbreitet ist. Bei internationalen Begegnungen das Erkennungszeichen deutscher Pfadfinder. Eine Jurte ist ein großes, schwarzes, rundes (genauer: 12-eckiges) Zelt zum Versammeln, Schlafen usw. Die Besonderheit ist, daß das Dach aufklappbar ist, so daß im Zelt Feuer gemacht werden kann. Zudem kann das Zelt bequem in seine Einzelteile zerlegt in Rucksäcke verteilt werden und ist somit auf Wanderungen tragbar. Außerdem ist die Anordnung zum Aufbau der Planen nicht festgelegt, so daß man durchaus mehrere Jurten neben- und übereinander bauen kann - oder eine Einzelplane als Minizelt aufbaut. Eine Standard-Jurte hat einen Durchmesser von 6m und somit eine überdachte Fläche von 28m². Mehrere Jurten zusammen werden dann Jurtenburg genannt. Die größte (mir bekannte) Jurtenburg war in Form der DPSG-Lilie und bestand aus 65 Einzeljurten! Jupis Abkürzung für Jungpfadfinder in der Diözese Hildesheim. In anderen Gegenden Deutschlands hat sich die Unart breitgemacht, Jungpfadfinder auch Juffis, Jupfis oder sogar Jufis zu nennen! 🙂  

K

Katholisch Die DPSG ist ein katholischer Verband. Auch wenn wir nicht ständig beten, so sind Morgen- und Abendrunden, Andachten bzw. Wortgottesdienste am katholischen Glauben ausgerichtet. Wer bei uns mitmachen möchte, muß nicht zwangsläufig katholisch sein - er sollte aber unsere Formen des Glaubensbekenntnisses achten und akzeptieren. Kindermitbestimmung Seit 1996 sind auch zwei Wölflinge und zwei Jungpfadfinder bei der Stammesversammlung stimmberechtigt. Bis dahin sind sie durch ihre Eltern vertreten worden. Die Kindermitbestimmung gab es zunächst zwei Jahre lang auf Probe, um Erfahrungen mit Kindern in Stammesversammlungen zu sammeln. Kluft Äußeres Kennzeichen aller Pfadfinder. Bei der DPSG khakifarbenes Hemd mit Abzeichen der Stufe, des Weltpfadfinderverbandes WOSM, der DPSG, der Jahresaktion und des Staates. Dazu gehört ein farbiges Halstuch, dessen Farbe sich nach der Stufenzugehörigkeit richtet. Kohte Kleiner Bruder einer Jurte. Meistens zum Schlafen einer Kleingruppe von ca. 6 Personen gedacht. Auch die Kohte kann bequem zerlegt und somit einfach transportiert werden. Auch Feuer machen im Zelt ist möglich. Wer's mag, läßt das Dach offen und schläft dann mit freiem Blick auf den Sternenhimmel. Kornett Anführer bzw. Vertreter einer Sippe bei den Jupis. Die Kornetts werden von den Kindern der Sippe selbst gewählt. Alle Kornetts eines Trupps bilden - zusammen mit einem Leiter - den Trupprat. Kreuzlilie Anderer Ausdruck für die Lilie der DPSG. Ursprünglich war die Pfadfinderlilie der Kompaßnadel nachempfunden, um immer den richtigen Weg zu weisen. Um den christlichen Glauben mit einzubeziehen, wurde in die Lilie ein Kreuz mit eingearbeitet - daher der Name. Die WOSM-Lilie sieht der ursprünglichen Lilie noch sehr ähnlich. Kurat Geistlicher Begleiter in der DPSG. Der Stammeskurat ist häufig der Pfarrer der Gemeinde, es kann aber auch eine Gemeindereferentin oder eine andere Person mit religiöser Ausbildung sein. Auf anderen Ebenen i.d.Regel ein(e) Gemeindereferent(in) (ö.ä.) oder ein Priester. Der Kurat gehört zum Vorstand der entsprechenden Ebene.  

L

Lagerfeuer Natürlich auch bei uns vorhanden. Angezündet mit Holz und Streichhölzern. Leiter Erwachsene (ab 18 Jahren) Männer und Frauen, die eine (in Ausnahmefällen auch mehrere) Stufen leiten. Als Erkennungszeichen tragen die Leiter ein graues Halstuch und eine goldene Lilie auf der Kluft.   Neben dem grauen Halstuch gibt es ein "leberwurstfarbenes" Halstuch mit Flicken, welches nach geschriebener (und anerkannter) Woodbadgearbeit verliehen wird. Dazu gehören zwei kleine Holzklötzchen an einer Lederschnur, das sogenannte Woodbadge. Dieses Halstuch ist für alle Leiter auf der Welt das gleiche, so daß bei internationalen Begegnungen geschulte Leiter sofort erkannt werden können! Leiterrunde "Gruppenstunde" aller Gruppenleiter eines Stammes. Im regelmäßigen Rhythmus werden Termine geplant, die Leiter untereinander ausgebildet, Aktionen vorbereitet und reflektiert, Gedanken und Probleme ausgetauscht. Die Leitung der Leiterrunde obliegt dem Stammesvorstand. Leitungsteam Die Leiter einer Gruppe leiten diese nicht alleine, sondern im Team. Idealerweise hat jede Stufe ein eigenes Leitungsteam, was aber aufgrund Leitermangels nicht immer gewährleistet ist. Leitwolf Anführer bzw. Vertreter eines Rudels bei den Wölflingen. Die Leitwölfe werden von den Kindern des Rudels selbst gewählt. Alle Leitwölfe einer Meute bilden - zusammen mit einem Leiter - den Meutenrat. Lilie Auch Kurzform für die Kreuzlilie. Die (WOSM-)Lilie ist das gemeinsame Erkennungszeichen aller Pfadfinder der ganzen Welt. Abgeleitet von der Kompaßnadel, die um 1900 immer als Lilie gestaltet war. Die Lilie ist das Symbol der Reinheit. LuSi Abkürzung für "LeiterInnen und Selbstdarstellungs-Initiative". Im Laufe dieser Kampagne zur Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit der DPSG ist die LuSi-Lilie entstanden - einen modernere Form der bisherigen, aber weiterhin gültigen Kreuzlilie.  

M

Meute Ca. 15-20 Wölflinge leben mit einigen Leitern, dem Leitungsteam, zusammen in der Meute (Großgruppe). Etwa 5-7 Kinder bilden ein Rudel, so daß eine Meute aus 3-4 Rudeln besteht. Meutenrat Im Meutenrat treffen sich die Leitwölfe mit einem Mitglied des Leitungsteams. Sie bereiten die Ratsversammlung vor, sprechen über Wünsche und Vorschläge und überlegen, was sie von den Ergebnissen der Ratsversammlung in di eigene Hand nehmen können und was das Leitungsteam machen sollte. Meutenstunde Bezeichnung für die Gruppenstunde in der Wölflingsstufe.  

N

Nachtruhe Eher selten anzutreffende und nur von den Leitern gewünschte Zeit. Meistens eher kurz gehalten - zumindest die ersten Nächte einer Fahrt.  

O

Öffentlichkeitsarbeit Die DPSG ins richtige Licht zu stellen und auf unsere Aktionen aufmerksam zu machen, ist die Hauptaufgabe der Öffentlichkeitsarbeit (ÖA). Denn viele Menschen wissen gar nicht, daß es Pfadfinder gibt bzw. daß sie mehr tun, als "Jeden Tag eine gute Tat" und den alten Frauen über die Straße zu helfen (die nicht wollen). Hat man dies geschafft und ist in der Redaktion der Lokalzeitung ein gern gesehener Gast, dann bekommt man in den Genuß einiger "Privilegien", weil man halt Pfadfinder ist. Wer Angst davor hat, dem sei aus Erfahrung gesagt: Auch die Redakteure sind nur Menschen und Pfadfindern durchaus wohlgesonnen. Traut euch - und schreibt! Auch ich musste das Handwerk des Journalismus erst erlernen. orange Farbe der Wölflingsstufe. Mittlerweile ist orange für mich keine Farbe mehr, sondern ein Programm. Orange ist recht praktisch, da man als Meutenleiter "seine" Kinder immer im Blick hat. Außerdem zeigt die Frabe Lebensfreude und Spaß, was bei den Wölflingen groß geschrieben wird.  

P

Pfadfinder Eine der vier Altersstufen. Pfadfinder sind Jugendliche im Alter zwischen 14 und ca. 16 - 17 Jahren. Als Erkennungszeichen tragen sie ein grünes Halstuch und eine grüne Lilie auf der Kluft. Pfadfinder Allgemeine Bezeichnung für Mitglieder der Weltpfadfinderverbände. Selbstverständlich fallen unter Pfadfinder (als Oberbegriff) auch die Mädchen und Frauen. Pfadfindergruß Pfadfinder haben nicht nur eigene Erkennungszeichen wie z.B. die Kluft, sondern auch einen eigenen Gruß. Auch der ist international "genormt" und wird von allen Pfadfindern der Welt zur Begrüßung und zum Abschied genutzt. Soviel sei verraten: Pfadfinder geben sich immer die linke Hand! Die rechte Hand wird auf Gesichtshöhe gehoben und sieht wie folgt aus: Die drei Mittelfinger zeigen dicht beieinander senkrecht nach oben, während der Daumen auf den kleinen Finger faßt. Erklärung: Die linke Hand kommt von Herzen und hat zudem noch historische Gründe in der Lebensgeschichte BiPis. Der Daumen (der Starke) schützt den kleinen Finger (den Schwachen). Die drei erhobenen Mittelfinger sollen an die drei (Haupt-)Punkte des Versprechens erinnern. Eine Abart des Pfadfindergrußes ist der Wölflingsgruß. Pfadfinder-Magazin Ehemalige Zeitung des DPSG-Bundesverbandes für alle Mitglieder. Pfadis Abkürzung für Pfadfinder (Allgemeine Bezeichnung) oder Pfadfinder als Altersstufe. Pfingstlager Pfingsten zu Hause? Das geht nicht, da wird gezeltet. Für viele Kinder (besonders Wölflinge) ist es das erste Mal, daß sie kein Geschirr aus der Spülmaschine bekommen, es keinen Fernseher und kein Radio gibt, sie in einem Zelt schlafen, ohne Eltern unterwegs sind sowie selber aufräumen und abwaschen müssen. Für die älteren Kinder und Jugendliche ist das Pfingstlager meist die Bewährungsprobe für das Sommerlager, sofern geplant. PSG Abkürzung für "Pfadfinderinnenschaft Sankt Georg". Während bei der DPSG früher nur Jungen mitmachen konnten, nahm die katholische PSG nur Mädchen auf. Auch heute noch besteht dieser Verband überwiegend aus weiblichen Mitgliedern! Ebenfalls einer der vier Verbände in Deutschland, die vom Weltpfadfinderverband anerkannt sind.  

Q

Quasselstrippe Zeitung des DPSG-Bundesverbandes für alle Wölflinge.  

R

Ratsfelsen Begriff aus dem Dschungelbuch. Der Ratsfelsen ist der Ort, an dem die Ratsversammlung abgehalten wird. Optimal wäre es, wenn der Ratsfelsen ein echter Felsen draußen in der Natur ist - allerdings ist das eher selten möglich. Man sollte aber zumindest einen "besonderen" Ort für eine Ratsversammlung wählen. Ratsversammlung Begriff aus dem Dschungelbuch. In der Ratsversammlung finden alle Wölflinge zusammen ihr Programm, setzen sich damit auseinander, beschließen, was alle angeht und reflektieren miteinander. RDP Abkürzung für "Ring Deutscher Pfadfinderinnenverbände". Von der WAGGGS wird je Land nur ein Pfadfinderinnenverband anerkannt, der das Land bei Weltpfadfinderkonferenzen vertritt. Da es in Deutschland mehrere anerkannte Verbände gibt, haben sich diese zum RDP zusammengeschlossen. Zum RDP gehören die katholische PSG sowie die weiblichen Mitglieder des interkonfessionellen BdP und des evangelischen VCP. RdP Abkürzung für "Ring deutscher Pfadfinderverbände". Wie bei der WAGGGS wird auch von der WOSM je Land nur ein Pfadfinderverband anerkannt. Da es in Deutschland aber mehrere anerkannte Pfadfinderverbände gibt, haben sich diese zum RdP zusammengeschlossen. Dazu gehören die katholische DPSG sowie die männlichen Mitglieder des interkonfessionellen BdP und des evangelischen VCP. Referenten Da auch ein Vorstand - wie fast alle anderen Pfadfinder auch - ehrenamtlich arbeitet, gibt es die Möglichkeit, mehrere Referenten zu berufen, die sich um eine konkrete Aufgabe kümmern. Auch wenn sie teilweise Vorstandsaufgaben wahrnehmen, gehören die Referenten nicht zum Stammesvorstand! Auf Bezirks- und Diözesanebene gibt es je Stufe einen Referenten; desweiteren kann es z.B. Referenten für Behindertenarbeit, Entwicklungsfragen, Öffentlichkeitsarbeit usw. geben. Rover Eine der vier Altersstufen. Rover sind Jugendliche im Alter von ca. 16 bis 20 Jahren. Als Erkennungszeichen tragen sie ein rotes Halstuch und eine rote Lilie auf der Kluft. Roverrat Bei projektorientierten Vorhaben koordiniert ein Roverrat die Aktivitäten der einzelnen Runden. Der Roverrat besteht aus Delegierten der einzelnen Runden. Roverrunde Die Rover finden sich in Runden zusammen. Die Größe einer Roverrunde bewegt sich in der Regel zwischen sieben und zwölf Rovern. Innerhalb eines Stammes kann es mehrere Roverrunden geben. Sie bilden zusammen die Roverstufe. Rudel Kleingruppe, Untergruppe einer Meute. Besteht aus etwa 5 Wölflingen, einem Hilfsleitwolf sowie einem Leitwolf. Jedes Rudel hat ein eigenes Abzeichen an der Kluft. Runde Kleingruppe, Untergruppe eines (Pfadfinder-)Trupps. Besteht aus etwa fünf bis acht Pfadfindern. Rundensprecher Pfadfinder- und Roverstufe: Vertreter einer Runde, der von den Rundenmitgliedern gewählt wird und die Runde Versammlungen vertritt.  

S

Sippe Kleingruppe, Untergruppe eines Trupps. Besteht aus etwa 5 Jupis, einem Hilfskornett sowie einem Kornett. Jeder Trupp wählt ein eigenes Erkennungszeichen (Wimpel, Abzeichen, o.ä.). Sommerlager Meist zwei Wochen dauerndes Zeltlager. Dies kann als Stammes-, Bezirks-, Diözesan-, Bundes- oder Stufenlager (aller Ebenen) im Ausland oder Inland stattfinden, je nach Realisierbarkeit und Teilnehmerwunsch. Meistens das Highlight im Stammesjahr. Stamm Zusammenschluß aller (Alters-)Stufen an einem Ort (Stadtteil); meistens einer Pfarrgemeinde zugeordnet. Ein Stamm kann aber auch an einem Internat, Kinderheim oder ähnlichen Einrichtungen gegründet werden. Die Leitung eines Stammes hat der Stammesvorstand. Stammeskurat Kurat des Stammes. Bildet zusammen mit den Vorsitzenden den Stammesvorstand. Stammesleiterrunde Langwort zu Leiterrunde. Treffen aller Leiter, Referenten und des Stammesvorstandes. Stammesleitung Der Vorstand sowie die SprecherInnen der Leitungsteams jeder Stufe bilden die Stammesleitung. Kleinere Arbeitseinheit als Stammesleiterrunde (i.d.R. sieben Personen). Stammesversammlung Beschlußfassendes Gremium im Stamm (vergleichbar mit einer Jahreshauptversammlung). Stimmberechtigt sind je zwei Kinder / Jugendliche und ein Leiter pro Stufe sowie der Stammesvorstand. Es mag vielleicht merkwürdig klingen, daß die Kinder mit abstimmen dürfen - aber seit 1996 ist die Kindermitbestimmung in der Stammesversammlung in der Satzung verankert. Stammesvorstand Der Vorstand des Stammes. Besteht aus zwei Vorsitzenden und dem Kuraten. Mindestens ein Mitglied in diesem Dreigespann sollte männlich bzw. weiblich sein. Die Hauptaufgaben sind die Vertretung des Stammes nach Außen (kirchl. und polit. Gemeinde), Leitung der Leiterrunden, Berufung der Gruppenleiter und der Referenten. Verantwortlich für die Stammeskasse. Stufe Kurzform von Altersstufe.  

T

Trupp Ein Jungpfadfindertrupp besteht aus zwei bis vier Sippen mit jeweils fünf bis sieben Mitgliedern und dem Leitungsteam. Der Pfadfindertrupp ist der entscheidende Beziehungs- und Handlungsraum in der Pfadfinderstufe. Er setzt sich aus mehreren Runden mit jeweils fünf bis acht Mitgliedern zusammen. Trupprat Jungpfadfinderstufe: Jede Sippe wählt einen Sippensprecher, den Kornett, der die Sippe im Trupprat vertritt. Zum Trupprat gehören die Kornetts und ein Mitglied des Leitungsteams. Der Trupprat bereitet die Entscheidungen des Trupps vor, plant, koordiniert und ist das Nervenzentrum des Jungpfadfindertrupps. Pfadfinderstufe: Der Trupprat hat die Aufgabe, die Arbeit des Trupps fortlaufend zu beraten, Planungsvorschläge zu koordinieren und Entscheidungsgrundlagen für die Truppversammlung zu erarbeiten. Den Trupprat bilden die Rundensprecher, ggf. ein zusätzliches ein wechselndes Mitglied jeder Runde sowie ein bis zwei Vertreter des Leitungsteams. Den Vorsitz führt ein Rundensprecher, der dazu von den Mitgliedern des Trupprates beauftragt wird. Truppstunde Bezeichnung der Gruppenstunde für Jungpfadfinder / Pfadfinder. Truppversammlung nur Pfadfinderstufe: Die Truppversammlung berät und beschließt in allen Angelegenheiten, die den ganzen Trupp betreffen. Zu ihr gehören alle Mitglieder des Trupps einschließlich aller Leiterinnen und Leiter.  

V

VCP Abkürzung für "Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder". Einer der vier Verbände in Deutschland, die vom Weltpfadfinderverband anerkannt sind. Versprechen Etwa ein Jahr nach der ersten Gruppenstunde in einer Stufe legt der Pfadfinder sein Versprechen ab. Damit wird er offizielles Mitglied der Weltpfadfinderbewegung und erhält die farbige Lilie an der Kluft (bei Wölflingen den Wolfskopf). Vorstand Auf jeder Ebene (Stamm, Bezirk, Diözese, Bund) gibt es einen dreiköpfigen Vorstand, der jeweils aus einem Kuraten und zwei Vorsitzenden besteht. Ihre Hauptaufgabe ist die Vertretung ihrer Ebene in der Versammlung der nächst höheren Ebene (z.B. Vertretung des Stammes bei Bezirksversammlungen) sowie die Einberufung und Leitung von Versammlungen ihrer Ebene. Die Amtszeit beträgt drei Jahre.  

W

WAGGGS Abkürzung für "World Association of Girl Guides and Girl Scouts". Dies ist die Weltorganisation der Pfadfinderinnen, von denen es derzeit etwa 8 Millionen auf der Welt gibt. Das männliche Gegenstück zur WAGGGS ist die WOSM. WBK Abkürzung für Woodbadge-Kurs. WBK I entspricht dem ersten Teil der Ausbildung, WBK II dem zweiten Teil, der dann auf Bundesebene durchgeführt wird. Wichteln Unart, sich zu Weihnachten etwas zu schenken und geschenkt zu bekommen. Das Dumme ist, daß niemand weiß, von wem das Geschenk ist. Abarten davon sind Schrott- oder häßliches Wichteln, wo alles das verschenkt wird, was man nicht mehr braucht (häßliche Vasen, Gläser, Döschen, Bilder etc.). Wohldenberg Unterhalb der Burgruine Wohldenberg (Kirche, Turm, Burgtor und Häuser erhalten) befindliche Jugendbildungsstätte des Bistums Hildesheim. Ort mehrerer diözesanweiter Versammlungen im Jahr sowie Geburtsstätte vieler Insider-Bemerkungen. Unabdingbar ist die Besteigung des Turmes bei Nacht ohne Licht - sonst war man nicht richtig da. Auch die "Plattform" (wahrscheinlich ehemalige Terrasse), den Burggraben und die Kirche muß gesehen haben, sonst war man ... (s.o.) In letzter Zeit ist der Aufstieg zum Turm allerdings (fast) unmöglich, da es wichtig ist, dort Handy-Antennen und Sendeanlagen aufzubauen... Wölflinge Eine der vier Altersstufen. Wölflinge sind Kinder im Alter zwischen 8 und 11 Jahren und damit die jüngsten Mitglieder in der DPSG. Als Erkennungszeichen tragen sie ein orangenes Halstuch und den Wolfskopf auf der Kluft. Grundlage für die Arbeit in der Wölflingsstufe ist das "Dschungelbuch" - den meisten sicherlich durch den Film von Walt Disney mit der Geschichte von Mogli, dem Menschenjungen, bekannt. Das (viel schönere) Original stammt aber aus dem Buch von Rudyard Kipling. Wölflingsgruß Besonderer Gruß unter Wölflingsmeuten. Ähnlich dem Pfadfindergruß mit dem Unterschied, daß nicht drei, sondern nur zwei Finger der rechten Hand zu einem V gespreizt werden. Damit sind die gespitzten und immer aufmerksamen Wolfsohren gemeint. Ringfinger und kleiner Finger werden vom Daumen gedrückt (der Starke schützt den Schwachen). Wös Kurzform von Wölflinge. Woodbadge Übersetzung: Holzabzeichen. Jeder Leiter, der seine Woodbadge-Arbeit anerkannt bekommen hat, erhält zwei Holzklötzchen an einer schwarzen Lederschnur zum Umhängen. Damit ist erkennbar, daß es sich um einen Leiter handelt, der einen international anerkannten Leiter-Lehrgang absolviert hat. Je nach Funktion gibt es zwischen zwei und sieben Klötzchen. BiPi erhielt diese Holzklötzchen vom Urwaldfürsten Dinizulu. Sie stammten von Dinizulus Häuptlingskette. Woodbadge-Arbeit Wenn beide Kurse absolviert sind, soll auf der Grundlage des in den beiden Kursen Gelernten ein Projekt durchgeführt werden, welches schriftlich festgehalten und vom Autor reflektiert wird. Diese Arbeit wird zur Prüfung an den Bundesvorstand geschickt, der bei Anerkennung der Arbeit das Woodbadge verleiht. Woodbadge-Kurs Eine Woche dauernder Kurs zur Ausbildung der Gruppenleiter. Der WBK Teil I ist ein diözesanweiter Kurs, in dem Grundlagen vermittelt werden. Auf der Grundlage des WBK I soll anschließend die eigene Gruppe geleitet werden. Etwa zwei Jahre später kann dann (mit Zustimmung durch den Diözesan- / Bezirks- oder Stammesvorstand) der WBK II besucht werden, welcher auf Bundesebene stattfindet. Dabei geht es darum, die Selbständigkeit der Leiter bei Entscheidungen zu prüfen und auszubauen. Etwa ein Jahr nach dem WBK II sollte die Arbeit geschrieben werden. WOSM Abkürzung für "The World Organization of the Scout Movement". Dies ist die Weltorganisation der männlichen Pfadfinder. Allerdings sind alle Mitglieder der DPSG (männlich und weiblich) bei der WOSM gemeldet. Welche Verbände das auch so handhaben, kann ich nicht sagen. Derzeit gibt es mehr als 26 Millionen Mitglieder der WOSM auf der Welt - zusammen mit der WAGGGS sind dies mehr als 34 Millionen Pfadfinder und Pfadfinderinnen. Die Weltpfadfinderbewegung ist damit die größte Jugendorganisation der Welt!  

Z

Zeitungen Wichtiges Medium, um uns in der Öffentlichkeit zu präsentieren und sich mit anderen DPSG-Stämmen auzutauschen. Besondere Aufmerksamkeit und Pflege bedürfen die Lokalzeitungen, damit auch außerverbandlich auf uns aufmerksam gemacht werden kann. Ein Zeitungsbericht ist immer noch einfacher zu verfassen als ein Video oder einen Film zu drehen!